Hanau.helpHilfe & Drogenlexikon

Priorität 1

Sofort & Krise

Wenn Gesundheit, Sicherheit oder Einschätzung kippen, stehen diese Wege vor Beratung, Recherche und Selbsthilfe.

Akutnotfall 112

Lebensgefahr, Atemprobleme, Krampfanfall, Selbst-/Fremdgefährdung

Hilfe

Einordnung: Medizinischer Notfallweg bei lebensbedrohlichen oder nicht einschätzbaren akuten Zuständen.

Hauptrisiken: Bei akuten Warnzeichen nicht abwarten und nicht nur Onlineberatung oder Suchthilfe kontaktieren.

Safer-Use-Grenze: Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfall, schwerer Überhitzung oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.

Giftnotruf

Giftinformationszentren, Vergiftungsverdacht, Intoxikation

Hilfe

Einordnung: Giftinformationszentren bieten fachliche Einschätzung bei Vergiftungsverdacht.

Hauptrisiken: Bei Lebensgefahr oder schweren Symptomen darf der Giftnotruf den Notruf nicht ersetzen.

Safer-Use-Grenze: Bei schweren Symptomen sofort 112; Giftinformationszentrum zusätzlich kontaktieren.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

116117, nicht lebensbedrohliche medizinische Hilfe

Hilfe

Einordnung: 116117 vermittelt ärztliche Hilfe, wenn es dringend ist, aber nicht lebensbedrohlich wirkt.

Hauptrisiken: Der Bereitschaftsdienst ist kein Ersatz für den Rettungsdienst bei akuten Notfällen.

Safer-Use-Grenze: Bei Atemproblemen, Bewusstlosigkeit, Krampfanfall oder akuter Selbstgefährdung 112.

TelefonSeelsorge

Psychische Krise, Suizidgedanken, 116123

Hilfe

Einordnung: Niedrigschwellige Hilfe bei seelischer Krise, Einsamkeit, Verzweiflung oder Suizidgedanken.

Hauptrisiken: Bei unmittelbarer Selbst- oder Fremdgefährdung reicht Telefon-/Chatberatung nicht aus.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; sonst kann TelefonSeelsorge eine erste Entlastung sein.

Krisenchat

Junge Menschen, Chat, akute Belastung

Hilfe

Einordnung: Chatbasierte Krisenhilfe für junge Menschen bei psychischer Belastung, Gewalt, Sucht- oder Familienproblemen.

Hauptrisiken: Bei akuter Lebensgefahr oder nicht kontrollierbarer Situation ist 112 vorrangig.

Safer-Use-Grenze: Bei unmittelbarer Gefahr 112; bei Gesprächsbedarf ohne akute Gefahr Chat-Hilfe nutzen.

Regional

Hanau, Main-Kinzig und Hessen

Diese Stellen helfen bei der lokalen Orientierung. Bei akuter Gefahr weiterhin zuerst 112 nutzen.

Hessen

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen bündelt Fachstellen und Suchthilfe-Strukturen in Hessen.

HLS öffnen

Main-Kinzig-Kreis

Für Gesundheitsamt, Sozialpsychiatrischen Dienst und regionale Zuständigkeiten den Main-Kinzig-Kreis nutzen.

MKK öffnen

Stadt Hanau

Für lokale soziale Hilfen, Beratungsstellen und städtische Angebote die Hanau-Seiten prüfen.

Hanau öffnen

Priorität 2

Beratung & Anlaufstellen finden

Für planbare Hilfe: telefonisch, online, regional oder mit Unterstützung für Angehörige.

Sucht & Drogen Hotline

Telefonberatung, erste Orientierung, Angehörige

Hilfe

Einordnung: Telefonische Anlaufstelle für Fragen zu Sucht, Konsumdruck, Rückfallangst und Hilfewegen.

Hauptrisiken: Telefonberatung ersetzt keine akute Notfallversorgung und keine medizinische Entgiftung.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; bei Beratungsbedarf ohne Notfall kann Telefonberatung entlasten.

Suchtberatung vor Ort

Beratungsstellen, ambulante Hilfe, Vermittlung

Hilfe

Einordnung: Lokale Beratungsstellen helfen bei Konsum, Angehörigenfragen, Rückfällen, Behandlung und Vermittlung.

Hauptrisiken: Beratungsstellen sind planbare Hilfe und keine Ersatzstruktur bei akuter Intoxikation.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; für weitere Schritte Beratungsstelle oder Onlineberatung nutzen.

DigiSucht Onlineberatung

Digitale Beratung, Betroffene, Angehörige, Eltern

Hilfe

Einordnung: Digitale Suchtberatung für Betroffene, Angehörige und Eltern.

Hauptrisiken: Onlineberatung ist ungeeignet für akute Vergiftung, Suizidgefahr oder medizinische Notfälle.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; für planbare Beratung kann DigiSucht niedrigschwellig starten.

drugcom Beratung

Jugendliche, junge Erwachsene, Onlineangebote

Hilfe

Einordnung: Deutschsprachige Präventions- und Beratungsangebote für junge Menschen und Konsumreflexion.

Hauptrisiken: Onlineprogramme ersetzen keine medizinische Behandlung bei Entzug, Psychose, Suizidgedanken oder Intoxikation.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Krise Notfallhilfe nutzen; bei planbarer Veränderung Beratung ergänzen.

Hilfen im Netz

Kinder, Jugendliche, Familien mit Suchtbelastung

Hilfe

Einordnung: Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien mit Sucht oder psychischer Belastung in der Familie.

Hauptrisiken: Familienhilfe ersetzt keine Notfallintervention bei Gewalt, Intoxikation oder akuter Suizidgefahr.

Safer-Use-Grenze: Bei Gefahr sofort 112 oder Jugend-/Notdienst; sonst passende Beratungsstelle suchen.

Angehörige & Eltern

Familie, Partner, Freunde, Beratung

Hilfe

Einordnung: Angehörige können sich beraten lassen, auch wenn die konsumierende Person selbst keine Hilfe sucht.

Hauptrisiken: Scham und Co-Abhängigkeit können Hilfe verzögern; akute Gewalt, Suizidgefahr oder Vergiftung brauchen Notfallhilfe.

Safer-Use-Grenze: Bei Gefahr 112; für Orientierung Beratungsstelle, DigiSucht oder Familienhilfe nutzen.

Priorität 3

Behandlung & Stabilisierung

Wenn Konsum, Entzug, psychische Belastung oder Rückfallrisiko fachliche Begleitung brauchen.

Psychotherapie & ärztliche Hilfe

Begleiterkrankungen, Diagnostik, Stabilisierung

Hilfe

Einordnung: Medizinische und psychotherapeutische Hilfe kann bei Depression, Angst, Psychose, ADHS, Trauma oder starkem Suchtdruck wichtig sein.

Hauptrisiken: Akute Psychose, Suizidalität oder Entzugskomplikationen sind Notfälle.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; sonst ärztliche Abklärung, 116117 oder Beratungsstelle nutzen.

Entgiftung

Detox, Entzug, stationäre Behandlung

Hilfe

Einordnung: Medizinisch begleiteter Entzug kann bei körperlicher Abhängigkeit oder hohem Risiko nötig sein.

Hauptrisiken: Alkohol-, Benzodiazepin-, GHB/GBL- und manche Medikamentenentzüge können gefährlich werden.

Safer-Use-Grenze: Bei schweren Entzugssymptomen oder Krampfanfällen 112; Planung über Ärztin/Arzt oder Beratungsstelle.

Entwöhnung & Reha

Therapie, Rehabilitation, Nachsorge

Hilfe

Einordnung: Längerfristige Behandlung zur Stabilisierung nach Entgiftung oder ambulanter Klärung.

Hauptrisiken: Ohne Nachsorge kann Rückfallrisiko steigen; akute Krisen brauchen dennoch Notfallhilfe.

Safer-Use-Grenze: Beratungsstelle, Ärztin/Arzt oder Kostenträger zur Planung einbeziehen.

Rückfallplan

Craving, Trigger, Notfallkontakte, nächste Schritte

Hilfe

Einordnung: Strukturierter Plan für Suchtdruck, Trigger, Notfallkontakte und konkrete nächste Schritte.

Hauptrisiken: Ein Plan verhindert keine akute Krise; allein bleiben kann bei starkem Suchtdruck riskant sein.

Safer-Use-Grenze: Bei Selbstgefährdung oder Intoxikation 112; sonst früh Kontakt zu Beratung, Selbsthilfe oder Vertrauensperson.

Priorität 4

Selbsthilfe & Risikowissen

Ergänzende Orientierung für langfristige Stabilisierung, Risikoreduktion und informierte Entscheidungen.

Selbsthilfe finden

Gruppen, Meetings, Angehörige, Genesung

Hilfe

Einordnung: Selbsthilfegruppen können stabilisieren, Alltagserfahrung teilen und professionelle Hilfe ergänzen.

Hauptrisiken: Selbsthilfe ersetzt keine Entgiftung, Substitutionsbehandlung, psychiatrische Krisenhilfe oder Notfallmedizin.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; bei längerfristiger Stabilisierung Selbsthilfe plus Fachberatung prüfen.

Narcotics Anonymous

NA, Selbsthilfe, Meetings, Drogen

Hilfe

Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen mit drogenbezogener Suchtproblematik.

Hauptrisiken: Meetings ersetzen keine medizinische Entgiftung oder akutpsychiatrische Hilfe.

Safer-Use-Grenze: Bei akuten Entzugssymptomen oder Krise medizinische Hilfe vor Selbsthilfe priorisieren.

Anonyme Alkoholiker

AA, Alkohol, Selbsthilfe, Meetings

Hilfe

Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen mit Alkoholproblem und Wunsch nach Veränderung.

Hauptrisiken: Alkoholentzug kann medizinisch gefährlich sein; Selbsthilfe ersetzt keine Entzugsbehandlung.

Safer-Use-Grenze: Bei starkem Konsum oder Entzugssymptomen ärztliche Hilfe einbeziehen.

Cocaine Anonymous

CA, Selbsthilfegruppe, Kokain, Crack

Hilfe

Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen, die mit Kokain, Crack oder anderen bewusstseinsverändernden Substanzen aufhoeren wollen.

Hauptrisiken: Selbsthilfe ersetzt keine Notfallversorgung, Entgiftung oder medizinische Behandlung, kann aber als niedrigschwelliger Genesungsweg ergaenzen.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.

Deutsches Suchthilfesystem

Suchtberatung, Entzug, Entwöhnung, Reha, Selbsthilfe

Hilfe

Einordnung: Mehrstufige Hilfe aus Notfallversorgung, Suchtberatung, Onlineberatung, medizinischer Behandlung, Rehabilitation, Nachsorge und Selbsthilfe.

Hauptrisiken: Bei akuter Vergiftung oder Selbst-/Fremdgefährdung nicht auf einen Beratungstermin warten, sondern Notfallhilfe nutzen.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.

Safer Use

Harm Reduction, Risikoreduktion

Hilfe

Einordnung: Risikoreduzierender Ansatz: Warnzeichen kennen, Hilfewege kennen, nicht moralisieren und keine Konsumanleitung geben.

Hauptrisiken: Safer Use beseitigt Risiken nicht; besonders Mischkonsum, unbekannte Stoffe, psychische Krisen und Notfallsymptome brauchen klare Grenzen.

Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.

Drug-Checking-Warnungen

Alerts, Analyse, unerwartete Wirkstoffe

Hilfe

Einordnung: Drug-Checking-Angebote und Warnsysteme veröffentlichen Hinweise zu unerwarteten Wirkstoffen und Risiken.

Hauptrisiken: Warnungen garantieren keine Sicherheit; nicht getestete oder unbekannte Stoffe bleiben riskant.

Safer-Use-Grenze: Bei Warnzeichen oder unerwarteter Wirkung nicht weiter konsumieren und Hilfe holen.

HIV/Hepatitis & Konsum

Safer Use, Tests, Infektionsschutz

Hilfe

Einordnung: Informationen zu Infektionsschutz, Tests und Beratung im Kontext von Drogengebrauch.

Hauptrisiken: HIV- und Hepatitis-Risiken steigen durch gemeinsames Konsummaterial und fehlende Testung.

Safer-Use-Grenze: Bei Exposition zeitnah medizinische Beratung; bei akuter Verletzung oder Vergiftung Notfallhilfe.