Ergänzende Orientierung für langfristige Stabilisierung, Risikoreduktion und informierte Entscheidungen.
Selbsthilfe finden
Gruppen, Meetings, Angehörige, Genesung
Hilfe
Einordnung: Selbsthilfegruppen können stabilisieren, Alltagserfahrung teilen und professionelle Hilfe ergänzen.
Hauptrisiken: Selbsthilfe ersetzt keine Entgiftung, Substitutionsbehandlung, psychiatrische Krisenhilfe oder Notfallmedizin.
Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr 112; bei längerfristiger Stabilisierung Selbsthilfe plus Fachberatung prüfen.
Narcotics Anonymous
NA, Selbsthilfe, Meetings, Drogen
Hilfe
Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen mit drogenbezogener Suchtproblematik.
Hauptrisiken: Meetings ersetzen keine medizinische Entgiftung oder akutpsychiatrische Hilfe.
Safer-Use-Grenze: Bei akuten Entzugssymptomen oder Krise medizinische Hilfe vor Selbsthilfe priorisieren.
Anonyme Alkoholiker
AA, Alkohol, Selbsthilfe, Meetings
Hilfe
Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen mit Alkoholproblem und Wunsch nach Veränderung.
Hauptrisiken: Alkoholentzug kann medizinisch gefährlich sein; Selbsthilfe ersetzt keine Entzugsbehandlung.
Safer-Use-Grenze: Bei starkem Konsum oder Entzugssymptomen ärztliche Hilfe einbeziehen.
Cocaine Anonymous
CA, Selbsthilfegruppe, Kokain, Crack
Hilfe
Einordnung: Selbsthilfe-Fellowship für Menschen, die mit Kokain, Crack oder anderen bewusstseinsverändernden Substanzen aufhoeren wollen.
Hauptrisiken: Selbsthilfe ersetzt keine Notfallversorgung, Entgiftung oder medizinische Behandlung, kann aber als niedrigschwelliger Genesungsweg ergaenzen.
Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.
Deutsches Suchthilfesystem
Suchtberatung, Entzug, Entwöhnung, Reha, Selbsthilfe
Hilfe
Einordnung: Mehrstufige Hilfe aus Notfallversorgung, Suchtberatung, Onlineberatung, medizinischer Behandlung, Rehabilitation, Nachsorge und Selbsthilfe.
Hauptrisiken: Bei akuter Vergiftung oder Selbst-/Fremdgefährdung nicht auf einen Beratungstermin warten, sondern Notfallhilfe nutzen.
Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.
Safer Use
Harm Reduction, Risikoreduktion
Hilfe
Einordnung: Risikoreduzierender Ansatz: Warnzeichen kennen, Hilfewege kennen, nicht moralisieren und keine Konsumanleitung geben.
Hauptrisiken: Safer Use beseitigt Risiken nicht; besonders Mischkonsum, unbekannte Stoffe, psychische Krisen und Notfallsymptome brauchen klare Grenzen.
Safer-Use-Grenze: Bei akuter Gefahr, Vergiftungsverdacht, Atemproblemen, Krampfanfall oder Selbst-/Fremdgefährdung sofort 112.
Drug-Checking-Warnungen
Alerts, Analyse, unerwartete Wirkstoffe
Hilfe
Einordnung: Drug-Checking-Angebote und Warnsysteme veröffentlichen Hinweise zu unerwarteten Wirkstoffen und Risiken.
Hauptrisiken: Warnungen garantieren keine Sicherheit; nicht getestete oder unbekannte Stoffe bleiben riskant.
Safer-Use-Grenze: Bei Warnzeichen oder unerwarteter Wirkung nicht weiter konsumieren und Hilfe holen.
HIV/Hepatitis & Konsum
Safer Use, Tests, Infektionsschutz
Hilfe
Einordnung: Informationen zu Infektionsschutz, Tests und Beratung im Kontext von Drogengebrauch.
Hauptrisiken: HIV- und Hepatitis-Risiken steigen durch gemeinsames Konsummaterial und fehlende Testung.
Safer-Use-Grenze: Bei Exposition zeitnah medizinische Beratung; bei akuter Verletzung oder Vergiftung Notfallhilfe.